Vorsicht vor Phishing-Mails: Betrüger nutzen ChatGPT-Namen für Datenklau
Aktuell kursieren gefälschte E-Mails, die angeblich von OpenAI stammen und Nutzer über eine angebliche Kontosperrung bei ChatGPT informieren. Diese Nachrichten sind Teil einer Phishing-Masche, mit der Kriminelle sensible Daten stehlen wollen. Die Verbraucherzentrale warnt eindringlich davor, auf Links in diesen E-Mails zu klicken oder persönliche Informationen preiszugeben.
Wichtige Warnungen und Erkennungsmerkmale
- Gefälschte E-Mails im Umlauf: Nutzer erhalten Nachrichten, die vorgeben, von OpenAI oder ChatGPT zu stammen und eine drohende Kontosperrung innerhalb von 48 Stunden ankündigen, falls keine Zahlungsinformationen aktualisiert werden.
- Phishing-Falle: Die E-Mails fordern dazu auf, auf einen Link zu klicken, um angeblich Zahlungsprobleme zu beheben. Dies führt zu einer gefälschten Webseite, die darauf abzielt, Zugangs- und Zahlungsdaten zu stehlen.
- Offizielle Kommunikation nur im Nutzerkonto: OpenAI kommuniziert tatsächliche Abrechnungsprobleme ausschließlich direkt im Nutzerkonto des Dienstes. Nutzer sollten im Zweifel immer dort nachsehen.
So erkennen Sie die Betrugsversuche
Die gefälschten E-Mails lassen sich anhand mehrerer Merkmale identifizieren:
- Falsche Absenderadresse: Die E-Mail kommt nicht von einer offiziellen OpenAI-Domain (z.B. "@openai.com"), sondern von unbekannten oder unpassenden Adressen.
- Künstlicher Zeitdruck: Formulierungen wie "Zahlung ausstehend", "nur 48 Stunden" oder "Zugriff wird gesperrt" sollen Nutzer zu unüberlegten Handlungen drängen.
- Unpersönliche Anrede: Statt einer direkten Ansprache werden allgemeine Formulierungen wie "Sehr geehrte/r Nutzer/in" verwendet.
- Aufforderung zur Dateneingabe: Über einen Link in der E-Mail werden Nutzer aufgefordert, Zahlungs- oder Zugangsdaten einzugeben.
Betrugsmaschen mit populären Diensten
Diese Art von Phishing ist nicht neu und betrifft nicht nur OpenAI und ChatGPT. Betrüger missbrauchen regelmäßig die Namen bekannter Unternehmen und Dienste wie Mobilfunkanbieter, Streamingdienste oder Online-Marktplätze. Die Masche ist dabei stets ähnlich: Angeblich bestehende Zahlungsprobleme oder Vertragsänderungen sollen dazu verleiten, persönliche oder finanzielle Daten preiszugeben.
Die Kriminellen werden dabei immer professioneller und nutzen die Popularität digitaler Dienste aus. Die Verbraucherzentrale rät daher zu genereller Wachsamkeit und gibt folgende Sicherheitstipps:
- Öffnen Sie keine Links in verdächtigen E-Mails.
- Geben Sie niemals Zahlungs- oder Zugangsdaten preis.
- Löschen Sie Phishing-Mails oder markieren Sie sie als Spam.
Bei Unsicherheiten sollten Nutzer niemals Links aus E-Mails folgen, sondern die offizielle Webseite des Dienstes manuell im Browser eingeben oder die entsprechende App nutzen, um ihr Nutzerkonto zu überprüfen.
