Opel in Rüsselsheim: Hunderte Stellen im Entwicklungszentrum vor dem Aus
Der Automobilkonzern Stellantis plant eine weitere Reduzierung der Belegschaft am Opel-Stammsitz in Rüsselsheim. Das Entwicklungszentrum soll von derzeit rund 1.650 Ingenieuren auf künftig nur noch 1.000 Mitarbeiter schrumpfen. Diese Maßnahme markiert eine signifikante Verkleinerung der einst umfangreichen Entwicklungsabteilung von Opel.
Wichtige Punkte
- Stellantis baut Stellen am Opel-Entwicklungszentrum in Rüsselsheim ab.
- Die Belegschaft soll von 1.650 auf 1.000 Ingenieure reduziert werden.
- Der Personalabbau geht über bestehende Ausstiegsprogramme hinaus.
- Das „Tech Center“ soll weiterhin eine Rolle im Stellantis-Entwicklungsnetzwerk spielen.
Weiterer Stellenabbau bei Opel
Stellantis, der Mutterkonzern von Opel, kündigte an, das Entwicklungszentrum am traditionsreichen Standort Rüsselsheim weiter zu verkleinern. Von den aktuell etwa 1.650 Ingenieurinnen und Ingenieuren sollen zukünftig nur noch 1.000 Mitarbeiter an der Entwicklung von Opel-Modellen sowie an verschiedenen Themenfeldern für den gesamten Konzern arbeiten. Dies bedeutet einen erheblichen Einschnitt für die einstmals stolze Opel-Entwicklung, die bei der Übernahme durch PSA im Jahr 2017 noch rund 7.000 Entwickler beschäftigte.
Ausstiegsprogramme reichen nicht aus
Der geplante Stellenabbau kann offenbar nicht mehr vollständig durch die bis 2029 vereinbarten Ausstiegsprogramme abgedeckt werden. Stellantis hat den Betriebsrat über die Pläne informiert und strebt einvernehmliche Lösungen an, wie beispielsweise zusätzliche Abfindungsprogramme. Das Unternehmen betonte, dass organisatorische Maßnahmen erst nach detaillierter Information und Anhörung des Betriebsrats sowie nach einem konstruktiven Dialog mit dem Sozialpartner umgesetzt werden.
Verankerung im globalen Entwicklungsnetzwerk
Das neu strukturierte „Tech Center“ soll laut Stellantis fest im globalen Entwicklungsnetzwerk des Konzerns verankert bleiben. Opel-Personalchef Ralph Wangemann erklärte, dass diese Transformation Teil des strategischen Bekenntnisses zum Standort Rüsselsheim sei. Die Ingenieure der deutschen Stellantis-Tochter werden weiterhin Fahrzeuge für die Marken Opel und Vauxhall entwickeln. Darüber hinaus sind sie konzernweit für Bereiche wie Beleuchtung, den Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Produktion, Fahrerassistenzsysteme und die Batterieentwicklung zuständig.
Mögliche Konkurrenz aus China
Medienberichten zufolge könnte zukünftige Konkurrenz aus China erwachsen. Es wird spekuliert, dass kommende Elektro-SUVs für Opel zu großen Teilen bei Leapmotor, einer Beteiligung von Stellantis, entwickelt werden könnten. Der Konzern bestätigte lediglich laufende Verhandlungen zu diesem Thema. Wangemann verwies zudem auf laufende Investitionen in die neue Unternehmenszentrale „Green Campus“ auf dem Rüsselsheimer Opel-Gelände, wo neben Forschung, Entwicklung und Design auch ein Produktionswerk und die Verwaltung von Stellantis Deutschland angesiedelt sind.
Foto von Eusebiu Soica: https://www.pexels.com/de-de/foto/schild-auto-nass-tropfen-14498410/
