Telegram-Betrug explodiert: 233% mehr Opfer durch psychologische Tricks
Die Zahl der Betrugsfälle auf der Messaging-Plattform Telegram ist dramatisch angestiegen. Laut einem aktuellen Bericht hat sich die Anzahl der Opfer um 233 Prozent erhöht, was Telegram zu einem Hotspot für sogenannte "Authorised Push Payment" (APP)-Betrugsfälle macht. Kriminelle nutzen die Anonymität der Plattform gezielt aus, um ihre Opfer zu täuschen und zu Geldüberweisungen zu bewegen.
Wichtige Erkenntnisse
- Die Zahl der Betrugsfälle auf Telegram stieg um 233 Prozent.
- APP-Betrug, bei dem Opfer freiwillig Geld überweisen, ist weit verbreitet.
- Telegram und Facebook teilen sich mit jeweils 21 Prozent den Spitzenplatz bei den gemeldeten Opfern.
- "Job-Scams" sind eine häufige Masche, die auf Menschen in finanzieller Not abzielt.
- Auch TikTok verzeichnet eine Vervierfachung betrügerischer Aktivitäten.
Telegram als Brutstätte für Betrug
Die Anonymität und die verschlüsselten Funktionen von Telegram werden von Kriminellen gezielt missbraucht. Insbesondere gefälschte Stellenanzeigen, sogenannte "Job-Scams", kursieren in den zahlreichen, schwer zu kontrollierenden Chaträumen. Diese Maschen richten sich an Personen, die sich in einer prekären finanziellen Situation befinden oder unsicher beschäftigt sind. In der Hoffnung auf ein Einkommen geben die Betroffenen oft sensible Daten preis oder leisten Vorauszahlungen für angebliche Aufträge. Die Verbraucherzentralen warnen schon seit Längerem vor diesen betrügerischen Angeboten.
Facebook und WhatsApp ebenfalls betroffen
Telegram teilt sich den ersten Platz bei den APP-Betrugsopfern mit Facebook, wobei beide Plattformen jeweils 21 Prozent der gemeldeten Fälle ausmachen. WhatsApp folgt mit 17 Prozent. Fasst man die Meta-Marken (Facebook, Instagram, WhatsApp) zusammen, stammen rund 44 Prozent aller Opfer aus dem Umfeld dieses Konzerns. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen, da nicht alle Vorfälle gemeldet werden.
TikTok im Visier von Betrügern
Auch TikTok entwickelt sich zunehmend zu einem Risiko. Obwohl der Anteil der Betrugsopfer dort derzeit bei 6 Prozent liegt, hat sich die Zahl betrügerischer Aktivitäten im Vergleich zum Vorjahr vervierfacht. Kriminelle nutzen den Erfolg des TikTok-Shop und die steigende Nutzeraktivität, um ihre betrügerischen Anzeigen zu verbreiten. Andere soziale Netzwerke wie Discord, Reddit und Snapchat sowie Online-Marktplätze wie Airbnb, eBay und Ticketmaster werden unter der Kategorie "Sonstige" zusammengefasst, die insgesamt 26 Prozent ausmacht.