Woolworth ruft wegen Asbest belastete Spielfiguren und Spielsand zurück – Gesundheitsrisiko für Kinder
Woolworth hat einen Rückruf für mehrere Spielwaren gestartet, nachdem in bestimmten Spielfiguren und Spielsand Asbest nachgewiesen wurde. Die Produkte stellen nach Expertenmeinung eine potenzielle Gesundheitsgefahr, insbesondere für Kinder, dar. Bereits andere Handelsketten wie Action und Aldi hatten zuvor ähnliche Funde gemeldet.
Wichtigste Erkenntnisse
- Asbest in Kinder-Spielwaren von Woolworth entdeckt
- Betroffen sind "Stretcherz Stretch Squad Dinos" und "Stretch Street Smash Car" sowie der enthaltene Spielsand
- Kunden werden gebeten, Produkte sicher zu entsorgen und in die Filiale zurückzubringen
- Die Verbraucherzentrale warnt lautstark vor gefärbtem Sand aus China
Welche Produkte sind betroffen?
Woolworth warnt explizit vor:
- Stretcherz Stretch Squad Dinos
Preis: 6 Euro
EAN: 5050835008547
Auftragsnummer: 407904/00 - Stretcherz Street Smash Car
Preis: 4 Euro
EAN: 5050837685548, 5050837685562
Auftragsnummer: 377458/00
Kunden sollten insbesondere den beiliegenden Spielsand möglichst nicht weiterverwenden.
So erfolgt die sichere Rückgabe
Für Verbraucher rät Woolworth zur sicheren Handhabung: Der belastete Spielsand sollte vor Rückgabe befeuchtet und in einem verschließbaren Beutel transportiert werden. In der Filiale erhalten Kunden den vollen Kaufpreis erstattet.
Wie gelangte Asbest in die Produkte?
Laut Verbraucherschützern ist vermutlich gefärbter Sand aus chinesischen Gruben die Quelle der Belastung. In einigen Regionen kommt Asbest natürlich im Boden vor. Während des Produktionsprozesses kann es so zur unbemerkten Verunreinigung des Sandes kommen.
Gefahr für die Gesundheit
Das Einatmen von Asbestfasern gilt als stark krebserregend. Besonders Kinder, die engen Kontakt mit den Verunreinigungen in Spielzeug haben, sind gefährdet. Aus diesem Grund warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen ausdrücklich vor der weiteren Nutzung von farbigem Spielsand aus nicht europäischer Produktion.
Was sollten Eltern jetzt tun?
- Kontrollieren Sie, ob eines der genannten Produkte im Haushalt vorhanden ist.
- Nutzen Sie den Spielsand keinesfalls weiter, insbesondere nicht für Kinder.
- Verpacken Sie betroffene Waren sicher und bringen Sie diese zur nächstgelegenen Woolworth-Filiale.
- Suchen Sie bei Unsicherheiten Rat bei den Verbraucherzentralen.
Besondere Vorsicht ist beim Umgang mit dem Spielsand geboten, um die Freisetzung von Asbestfasern zu verhindern. Das befeuchtete Einpacken sorgt hier für zusätzliche Sicherheit.
Ausblick und weitere Empfehlungen
Nach den jüngsten Funden sehen sich Händler und Verbraucherschützer verstärkt zum Handeln gezwungen. Es wird geraten, generell vorsichtig beim Kauf von gefärbtem Spielsand und günstigen Plastikspielzeugen aus dem Ausland zu sein. Eltern sollten auf Produktsicherheit und Herkunft achten und im Zweifelsfall den Rat offizieller Stellen einholen.